Grosses Kino: Roding und der Ring der Sachsen.

Foto: Daniela Haug
Die Einladung kam per E-Mail, und sie lautete: Ob ich nicht Lust hätte, den Prototypen des neuen Roding auf dem Sachsenring probezufahren.
Den neuen Roding?
Bislang war ich der festen Überzeugung, so ziemlich jeden Hersteller des automobilen Universums namentlich zu kennen. Aber Roding? Dahinter vermutet man weniger eine bislang unbekannte Sportwagen-Manufaktur als -na, sagen wir mal:- eine Provinzstadt im oberbayerischen Wald.
Ich google: Roding ist eine Provinzstadt im oberbayerischen Wald. In Roding wird der Roding gebaut.
Nun sind Namen, wie der Volksmund so schön sagt, ohnehin Schall und Rauch, und an Roding kann man sich duchaus gewöhnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass seine Wiege auch in Wipperfürth oder Wanne-Eickel hätte stehen können („Ich fahre einen Wanne-Eickel“).
Der visuelle Erstkontakt findet ebenfalls im Internet statt, und ich würde lügen, wenn ich behaupte, es wäre Liebe auf den ersten Klick. Massenkompatible Ästhetik sieht anders aus. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es durchaus begrüße, wenn Design polarisiert. Auch wenn ich es zunächst als gewöhnungsbedürftig, irritierend oder gar verstörend empfinde, eines kann ich polarisierendem Design nicht vorwerfen: langweilig zu sein.




Eberle, Lars
Schneider, Carsten
Härtel, Torsten








